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1989 war das Jahr, als sich zwei 15/16 -jährige zum Ziel setzten, ihre eigenen, den Serienbrettern "überlegenen", Snowboards zu bauen. David Stirnemann (heute technischer Leiter im Kunststoff-Ausbildungs- und Technologiezentrum Aarau) und Patrick Dreier (heute freischaffender Künstler und Designer) waren die beiden (grössenwahnsinnigen?) Individualisten.
Gesagt getan, nach zwei Monaten "Entwicklungsarbeit" war die erste Pressform fertig gestellt und das Rohmaterial bestellt. Nur wenige Tage später waren sie stolze Besitzer ihres ersten selbstentworfenen Snowboards, worauf ihre Euphorie jedoch jäh in Pessimismus umschlug.
Dieses Brett hatte nie Schnee gesehen, ebenso das zweite und das dritte...
Über ein Jahr verstrich, bis schliesslich weitere Freaks dazu stiessen. Michel Rissi, Reto Sigel, Philipp Michel, Marco Glaus, Patrick Dreier, Andreas Zimmermann und David Stirnemann gründeten 1992 den wohl ersten Snowboardverein in der Region, das "Disaster Team".
Mit Andi Zimmermann hatten wir nun auch einen ausgezeichneten Schreiner in unseren Reihen.
Sporadisch wurden Aktionen geplant, an Brettern getüftelt und Snowboardlager durchgeführt. Ansonsten traf man sich bei D. Stirnemann zu Hause in der kleinen Werkstatt.
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Den meisten der acht Mitglieder wurde der Snowboardbau jedoch zu zeitintensiv. Also nahmen Andreas Zimmermann und David Stirnemann das Zepter allein in die Hand. Patrick Dreier blieb uns weiterhin als Designer erhalten. In der Schreinerei Hüsser war es uns freundlicherweise gestattet sämtliche Maschinen und Werkzeuge zu benützen, was uns unserem Traum ein wesentliches Stück näher brachte.
Nun wurde getüftelt, gebaut, probiert und produziert, bis wir im Winter 95/96 unsere erste Kleinserie von fünfzehn Brettern verkaufen konnten. Durch die Einarbeitung der schnellsten und härtesten Beläge und durch die konsequente Nutzung von Carbon und Kevlar konnten wir das Fahrverhalten gegenüber Serienbrettern nun endlich entscheidend verbessern. Auch lagen wir mit einem Gewicht von 2,3 kg pro Brett deutlich vor anderen Herstellern. Durch den Erfolg motiviert entschlossen wir uns 1998, unsere eigene Werkstatt auf dem ehemaligen Taverner-Areal (nun Garage W. Schmid, Abschleppdienst Zimmermann und Disaster Industries) zu eröffnen.
Ziel dieser Werkstatt ist es nicht, durch die Produktion von Grossserien den ohnehin bereits übersättigten Snowboardmarkt zu konkurrenzieren, sondern viel mehr eigene Ideen umzusetzen, um so kompromisslos auf Leichtbau und auf bessere Fahrperformance zu setzen.
Jedes Brett soll individuell gefertigt werden und kein Kommerzprodukt darstellen. Ausserdem soll die Produktion auch Spass machen und nicht Akkordarbeit werden. Auf knapp 200 m2 Fläche sind nun Büro, Laminierraum, Werkstatt, Presse und eine von der Firma Nidecker konstruierte Belag- und Kantenschleifmaschine untergebracht.
Inzwischen haben wir uns ebenfalls auf den Bau von Skateboards spezialisiert. Ebenso entwickelten wir Surfboards, und verschiedenste technische Teile in Faserverbundbauweise. |
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